| 1852
Philipp Jaumann und sein Bruder Anton, beide Bergleute im Erzbergwerk
Wasseralfingen und begabte Musiker der dortigen Bergkapelle, gründen
die Ortsmusikkapelle Westhausen.
Philipp Jaumann leitet die Musikkapelle und tritt mit dieser zunächst
nur bei örtlichen Veranstaltungen auf.
In Zusammenarbeit mit dem späteren Kirchenchor-Dirigenten, Lehrer
Fischer, werden an fast allen Festen große, instrumentale Festmessen
aufgeführt.
1875
Michael Jaumann, ein Schüler von Philipp Jaumann (möglicherweise
sein Enkel) übernimmt zusammen mit Anton Gruber die Leitung der Kapelle.
Michael Jaumann ist ein vorzüglicher Trompeter, welcher sein Können
während seiner Dienstzeit bei der Militärmusik erworben hat.
Unter seiner hervorragenden Führung wird die Ortsmusik Westhausen
überall im damaligen Oberamt Ellwangen sowie auf dem Härtsfeld
und bis hin nach Crailsheim bekannt und begehrt.
Bei vielen Hochzeiten, kirchlichen und weltlichen Festen wird musiziert
und so der Ruf der Volksmusik Westhausen gefestigt.
1896
Michael Jaumann übergibt die Leitung der Musikkapelle an August Steidle,
Dirigent des örtlichen Gesangvereins »Concordia« und
ein Mitglied der Bergkapelle Wasseralfingen.
Dieser kann vor allem jüngere Mitglieder für die Ortsmusik gewinnen.
Mit seinen eifrigen und äußerst genauen Musikproben, die meist
sonntags mittags in seiner Wohnung abgehalten werden, stößt
er bei den Musikern jedoch teilweise auf Unverständnis.
1901
August Steidle gibt den Dirigentenstab wieder an Michael Jaumann, welcher
mit der Ortsmusik abermals vermehrt außerhalb von Westhausen musiziert.

1903
Josef Wagner, ein Schüler von Michael Jaumann, übernimmt die
Leitung der Kapelle. Zu dieser Zeit zählt die Ortsmusik zehn Mann.
Josef Wagner beieinflußt ab diesem Zeitpunkt das Musikleben in der
Gemeinde maßgeblich.

1912
Die Mitgliederzahl der Kapelle wird durch den Beitritt von neun weiteren
Musikern nahezu verdoppelt. Die nun stark verjüngte Kapelle verbessert
sich durch das hohe Engagement der neu Hinzugekommenen merklich.
1914
Leider müssen während des Weltkriegs bis 1918 die meisten Musiker
einrücken und einige von ihnen sind in dieser Zeit auch gefallen.
Josef Wagner kommt zur Batallion-Musik des Ersatz-Batl. Inf.-Rgt. 125.
Die Tradition der Ortsmusik wird in dieser Zeit von den wenigen, in der
Heimat verbliebenen alten Musikern weitergeführt.

1918
Nach Ende des ersten Weltkriegs kehrt Josef Wagner nach Westhausen zurück.
Er wirbt 18 Mann und schafft es so, die Kapelle abermals auf eine feste
Grundlage zu stellen.
1920
Am 12. Dezember wird aufgrund der Idee von Josef Wagner im Gasthof zum
»Kreuz« der »Ortsmusikverein Westhausen« gegründet.
Den Vorsitz übernimmt Stationsvorsteher Scheuermann. Forstwart Katz
wird zum Kassierer und Schriftführer gewählt.
Im selben Jahr treten dem Verein 132 Personen bei.
1921
Der Ortsmusikverein Westhausen hält am 4. September im Gasthof zum
»Kreuz« sein erstes öffentliches Konzert ab, welches
von allen Anwesenden mit viel Beifall honoriert wird.
Xaver Kucher, Bahnwärter, wird neuer Vorsitzender.

1922
Am 9. Juli erhält der Ortsmusikverein Westhausen beim Musikfest des
Musikvereins Stuttgart-Ost einen III. Preis.
In der Generalversammlung am 22. Oktober legt Josef Wagner
den Dirigentenstab aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nieder.
Für einen Nachfolger hat er jedoch gesorgt.
Franz Krieger, ein junger Musiker aus Dewangen und Verwandter von Josef
Wagner, übernimmt die Führung der Kapelle.
Josef Wagner wird Kassierer und Schriftführer.
Da Franz Krieger auch noch aktives Mitglied der Bergkapelle ist, kommt
es von deren Seite zu Unstimmigkeiten. Deshalb führt Josef Wagner
erneut die Kapelle.
Nachdem die Aufgaben für Josef Wagner nun doch zu
viel werden, übernimmt Franz Krieger endgültig die Führung
der Kapelle.
1924
Karl Schmid, Zimmermann, wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1925
Am 14. Juni nimmt der Ortsmusikverein unter der Leitung von Franz Krieger
in der Mittelstufe am Bezirksmusikfest in Nattheim teil. Der Verein erhält
einen 1a-Preis und die Note »sehr gut«.
Xaver Kucher, Oberbahnwärter, wird neuer Vorsitzender.
1926
Mit mittlerweile über zwanzig Musikern nimmt der Verein am
11. Juli am Musikfest des Süddeutschen Musikverbandes in Schwäbisch
Gmünd teil. Dort erspielt sich die Kapelle in der Unterstufe wiederum
einen 1a-Preis.
Dirigent Franz Krieger wechselt zum Musikverein Mochenwangen und so gilt
es, einen geeigneten Ersatz zu finden.
Hauptlehrer Hirsch unterstützt den Verein übergangsweise.
1927
Eugen Griesser aus Wasseralfingen wird der neue Dirigent des Ortsmusikvereins.
Am 12. Juni beteiligt sich die Kapelle in der Unterstufe
am Musikfest in Wasseralfingen, und erhält einen 1a-Preis.
1928
Musiker Hans Jaumann übernimmt in Zusammenarbeit mit Hauptlehrer
Hirsch die Führung der Kapelle. Bei den verschiedensten Anlässen
innerhalb der Gemeinde wird musikalisch mitgewirkt. Das Musikleben gewinnt
in Westhausen mehr und mehr an Bedeutung.

1930
Oberbahnwärter Eduard Kohler übernimmt den Vorsitz.
1932
Eduard Kohler verstirbt überraschend. Ignaz Stark wird sein Nachfolger.
1935
Unter Leitung von Hauptlehrer Hirsch wird am 16. Juni das Volksmusikfest
in Aalen besucht. Die Kapelle erspielt sich die Note »sehr gut«.
1936
Der Verein gerät in eine Krise, als Hans Jaumann aufgrund beruflicher
Versetzung die Leitung der Kapelle beendet und eine spürbare Lücke
hinterlässt.
Senior Wagner ist es wiederum, der einen Stamm von alten
Musikern zusammenhält. Viel Mühe ist notwendig, zumal die Collis-Werke
in Reichenbach eine eigene Werkskapelle aufgemacht haben.
1937
Bürgermeister Dangel wird Vorsitzender des Ortsmusikvereins Westhausen.
Er verhilft dem früheren Dirigenten Franz Krieger zu einer Stellung
in Westhausen und kann ihn so wieder für die Leitung der Musikkapelle
gewinnen.
Seit diesem Zeitpunkt hat Franz Krieger die Leitung der Musikkapelle bis
zum Jahr 1959.
1939
Der zweite Weltkrieg bricht aus. In den Jahren von 1941 bis 1945 fallen
acht aktive Musiker, zwei weitere werden seit 1944 vermisst.
Es fällt schwer, unter diesen bitteren Umständen die Musikkapelle
auf eine gute Leistungsstufe zu bringen.

1949
Xaver Dauser, Werkmeister, wird in der ersten Generalversammlung nach
dem Krieg zum Vorsitzenden gewählt. Ab diesem Zeitpunkt nennt sich
der Verein »Musikverein Westhausen« und tritt dem Bund Süddeutscher
Volksmusiker e.V. bei.
Die Kapelle blüht wieder auf, auch mehrere
musikalische Heimatvertriebene treten aktiv bei.

1951
Xaver Sünder, Maurermeister, übernimmt das Amt des
1. Vorsitzenden und hat die Regie bei den Vorbereitungen für das
100-jährige Gründungsfest.
1952
100 Jahre Musikverein Westhausen
In Verbindung mit der 800-Jahrfeier der Gemeinde Westhausen wird ein großes
Jubiläumsfest veranstaltet. Ein feierliches Festbankett wird abgehalten,
ein eindrucksvoller Festumzug wird durchgeführt und am Festabend
wirken viele örtliche Vereine mit.
In einer würdigen Feierstunde wird die kirchliche
Weihe des neuen Kriegerdenkmals vorgenommen.
Der Musikverein,
unter Leitung von Dirigent Franz Krieger, kann bei diesen Anlässen
die guten musikalischen Kenntnisse der inzwischen wieder gestärkten
Kapelle der Öffentlichkeit vorstellen. Das Jubiläumsjahr wird
zu einem unvergesslichen Erlebnis für
alle Beteiligten.

1953
Der Ortsarzt Dr. Leopold Ulbrich wird zum 1. Vorsitzenden des Musikvereins
gewählt.
1954
Die Musikkapelle beteiligt sich am Bundesmusikfest in Aalen.
1955
Mit dem Tod von Ehrendirigent Josef Wagner verliert der Musikverein einen
verdienten Mann, dem man unermesslich viel zu verdanken hat.
1957
Der 1. Vorsitzende Dr. Leopold Ulbrich verstirbt allzu früh im März
des Jahres.
An seine Stelle tritt nun der damalige 2. Vorsitzende Xaver Dauser.
1959
Dirigent Franz Krieger, der den Musikverein ca. 25 Jahre (mit kurzer Unterbrechung)
dirigiert hat, legt den Dirigentenstab aus gesundheitlichen Gründen
nieder.
An seine Stelle tritt nun Hans Kraut, der es versteht, mit seinem jugendlichen
Elan, die Kapelle weiter auszubauen.

1960
Die Musikkapelle verpflichtet sich, bei Veranstaltungen der »Egerländer
Gmoi z’ Wasseralfingen« als »Egerländer Trachtenkapelle«
aufzutreten. Hierfür wird die ganze Musikkapelle von dem Heimatverein
mit Egerländer Tracht eingekleidet und erntet so große Erfolge.
1961
Hans Oppold, Werkzeugmacher, wird in einer außerordentlichen Generalversammlung
zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Vorbereitungen für die Fahnenweihe
am 110-jährigen Jubiläum liegen in seinen Händen.
1962
Die Musikkapelle mit 20 Mann präsentiert sich in einer kompletten
Uniform. Die neue Vereinsfahne wird in einer Festmesse geweiht,
der Musikverein Westhausen spielt dazu die Schubartmesse.
Franz Krieger wird zum Ehrendirigent ernannt.
Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums des
Musikvereins wird ein Festbankett durchgeführt. Der Musikverein erhält
vom Vizepräsident des Deutschen Volksmusikerbundes die Bundesehrenmedaille
am Bande in Gold für hervorragende Verdienste um die Volksmusik.
Ein großer Festzug mit
18 Musikkapellen und vielen Festwagen wird durchgeführt.
1964
Mit 27 Mann nimmt der Musikverein Westhausen am Preisspiel in Heidenheim
teil und erzielt einen 1. Rang.
1966
Ehrendirigent Franz Krieger verstirbt.
1968
Für ein Jahr übernimmt Wolfgang Weik, Konrektor, übergangsweise
die Tätigkeit des bisherigen Vorsitzenden Hans Oppold.
Friedrich Wagner wird neuer Dirigent beim Musikverein
Westhausen.

1969
Siegfried Neu sen., Angestellter, wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1970
Für sein langjähriges Wirken und die Förderung des kulturellen
Lebens erhält der Musikverein die Pro Musika-Plakette des Deutschen
Volksmusikerbundes.
1972
Durch den überraschenden Tod von Fritz Wagner beginnt das neue Vereinsjahr
für den Musikverein sowie für die Jugendkapelle ohne Dirigent.
Otto Häußler, Dirigent beim Musikverein Aufhausen, übernimmt
aushilfsweise die Leitung der Musikkapelle.
Am 2. Mai wird Heinz Matuschek neuer Dirigent des Musikvereins. Das Dirigentenverhältnis
wird jedoch schon zum 31. Juli wieder gelöst.
Otto Häußler steht dem Verein nochmals bis November zur Verfügung.
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt Rudolf Mattes übergangsweise
die Leitung der Musikkapelle.
1973
Als neuer Dirigent kann Erich Hieber gewonnen werden.
Am 17. April wird die erste gemeinsame Musikprobe abgehalten.
An Heilig Abend umrahmt der Musikverein die Weihnachtsmesse,
da die Orgel in der Pfarrkirche defekt ist.
1974
Seit Mai kann der Musikverein seine wöchentlichen Proben im neuen
Feuerwehrgerätehaus abhalten.
1975
Rupert Steidle wird als Nachfolger von Siegfried Neu an der Jahreshauptversammlung
am 6. Juni einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1976
Die Musikkapelle nimmt am 22. August unter Erich Hieber beim Wertungsspiel
in der Kategorie Marschmusikbewertung in Mögglingen teil und erhält
einen ersten Rang mit Auszeichnung
(119 Punkte, bester Verein).
Ein Musikerausschuss wird gegründet. Dieser ist zuständig
für die Belange der aktiven Musiker.
Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr erhält die Musikkapelle
neue
Uniformen. Erstmals zeigt sich der Musikverein mit diesen am 350. Silvesterritt.
1977
125 Jahre Musikverein Westhausen
Vom 9. – 12. Juni wird ein eindrucksvolles Jubiläumsfest mit
Festbankett, Buntem Abend, Gottesdienst und Festakt, Festzug und Kinderfest
veranstaltet.
1979
Der Musikverein führt am 22. Februar erstmals einen eigenen Faschingsball
in der Turn- und Festhalle durch.
1981
Nach mehrjähriger Pause spielt die Musikkapelle ab sofort wieder
die Tagwache im Rahmen des Kinderfestes der Gemeinde.
Beim Wertungsspiel in Fachsenfeld am 5. Juli erspielt sich
die Musikkapelle einen 1. Rang mit Belobigung.

1983
Ein einmaliges Erlebnis in der Vereinsgeschichte hat der Musikverein beim
Anstich des Agnesburgtunnels am 19. Dezember. Die Musikkapelle sorgt beim
»offiziellen« Anstich für die musikalische Umrahmung
und feiert am Nachmittag mit den Tunnelarbeitern im Gasthof »Sonne«.
1984
Seit Februar kann der Musikverein seine wöchentlichen Proben im neu
renovierten Proberaum in der Happoldschule abhalten.
Bei der Marschmusikbewertung anlässlich des 6. Kreismusikfestes
in Waldstetten erspielt sich die Kapelle in der Gruppe B einen 1. Rang.
Pfarrer Schneider weiht am 9. Dezember den neuen Proberaum
des Musikvereins.
1985
Die zweite Tunnelröhre des Agnesburgtunnels wird durchbrochen. Der
Musikverein umrahmt die Feierlichkeiten. Anschließend wird noch
einige Stunden ein kleines Tunnelfest mit den Bauarbeitern und der Bevölkerung
gefeiert, bei welchem die Kapelle für Stimmung sorgt.
1986
Anlässlich der 850-Jahrfeier der Gemeinde Westhausen geben beide
Musikkapellen der Gemeinde, der Fanfaren- und Musikzug Lippach sowie der
Musikverein Westhausen ein gemeinsames Frühjahrskonzert. Die gelungenen
Auftritte beider Kapellen stoßen bei den Gästen auf sehr positive
Resonanz.
Am 21. und 22. Juni »schaut der Musikverein Westhausen
in die Röhre«. Er veranstaltet das erste offizielle Tunnelfest
im Agnesburgtunnel. Ein riesiges Ereignis, welches einige tausend Menschen
anlockt.
Vier Tage am Stück ist die Musikkapelle bei der 850-Jahrfeier
der Gemeinde Westhausen im Einsatz. Sei es beim Festakt, im Festzelt,
beim Platzkonzert anlässlich der Einweihung der Sonnengasse oder
beim Festumzug. Die Musiker werden immer mit reichlich Applaus belohnt.
Am Weihnachtskonzert übergibt Dirigent Erich Hieber nach
15 Jahren guter Zusammenarbeit im feierlichen Rahmen den Dirigentenstab
an seinen Nachfolger Hans-Jürgen Stein.

1987
Ein Ereignis besonderer Klasse ist das zweite und letzte Tunnelfestwochenende
am 5. und 6. September, eine Initiative des Musikvereins Westhausen und
der Schwäbischen Post.
Tausende Besucher werden zum Agnesburgtunnel gelockt und mit einem abwechslungsreichen
Programm unterhalten.
Im Rahmen des Weihnachtskonzerts des Musikvereins am
20. Dezember zeichnet Bürgermeister Witzany den Vorsitzenden Rupert
Steidle mit der Verdienstnadel des Landes Baden-Württemberg aus.
1988
Der Musikverein ist wieder auf der Suche nach einem neuen Dirigenten.
Der ehemalige Dirigent Erich Hieber übernimmt erneut die Leitung
der Musikkapelle.
1990
Die Musikkapelle nimmt am 3. Landesmusikfest in Aalen unter der Leitung
von Erich Hieber beim Wertungsspiel in der Oberstufe teil und erhält
einen ersten Rang mit Belobigung.

1991
Nach über 15 Jahren verabschiedet sich Rupert Steidle auf eigenen
Wunsch vom Amt des 1. Vorsitzenden des Musikvereins.
In der Jahreshauptversammlung vom 11. Januar wird Wolfgang Bahle einstimmig
als sein Nachfolger gewählt.
Rupert Steidle wird am 9. März zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Bernd Dieter Eggstein übernimmt aushilfsweise die Leitung der Musikkapelle.
Danach dirigiert wieder Erich Hieber.

1992
Am 21. Juni nimmt die Kapelle am internationalen Musikfest in Oberegg
in der Schweiz teil. (Frühschoppen, Festzug und anschließend
Unterhaltung im Zelt).

1993
Der Musikverein Westhausen findet mit Diplom-Musiker Alfred Sutter zum
1. Januar 1993 einen neuen Dirigenten.
Erich Hieber wird auf eigenen Wunsch im kleinen Kreis verabschiedet.
Am 5. Juni fährt die Musikkapelle zur gleichnamigen
Gemeinde nach West-
hausen in Südthüringen.
Anlass ist das 85-jährige Jubiläum des dortigen Sportvereins.
Riesige Stimmung wird ins Festzelt gezaubert.
1994
In Wangen im Allgäu findet das 4. Landesmusikfest statt, an welchem
sich der Musikverein beteiligt.
Beim Wertungsspiel erspielt sich die Kapelle in der Oberstufe mit dem
Stück »Wellingtons Sieg bei Vittoria« die Note »gut«
und nimmt anschließend am großen Festzug und Massenchor teil.
1996
Erstmals in seiner Geschichte veranstaltet der Musikverein ein Kirchenkonzert,
welches viele Gäste in die St. Mauritiuskirche lockt. Das Echo der
Zuhörer ist sehr positiv. Durch großzügige Spenden kann
Pater Hieber in Peru unterstützt werden.

Ein weiteres geschichtliches Ereignis ist das erste gemeinsame
Jahreskonzert des Musikvereins
zusammen mit dem Gesangverein »Concordia«
Westhausen.
In der vollbesetzten Turnhalle finden die Darbietungen guten Anklang.

1997
Am 12. und 13. April wird im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg der erste
professionelle Tonträger vom Musikverein Westhausen erstellt.
2000
Nach fast zehn Jahren verabschiedet sich Wolfgang Bahle von seinem Amt
als 1. Vorsitzender. Ein Nachfolger kann vorerst nicht gefunden werden,
so dass der 2. Vorsitzende Gerhard Oppold dieses Amt kommissarisch übernimmt.
2001
Gerhard Oppold wird am 26. Januar neuer 1. Vorsitzender des Musikvereins.
Eine neue Erfahrung sammelt der Musikverein beim Radio-Live-Auftritt
im SWR in Stuttgart unter dem Fernsehturm, als er eine Stunde Sendezeit
mitgestalten kann.
Nach acht Jahren besucht die Musikkapelle wieder die gleichnamige
Gemeinde Westhausen in Südthüringen anlässlich deren 1.125
Jahrfeier.
Bei der SWR-Wunschmelodie am 17. Juli spielt der Musikverein
Westhausen wieder live im Radio.

2002
Der Musikverein Westhausen feiert sein 150-jähriges
Bestehen

Am 9. März wird ein erfolgreiches Jubiläumskonzert unter Mitwirkung des Gesangvereins »Concordia« durchgeführt. Ein weiteres Highlight des Jubiläumsprogramms ist dann am 21. April das Kinder- und Jugendkonzert „Peter und der Wolf“. Zusammen mit dem Schülerchor der Grund- und Hauptschule Westhausen können viele Kinder und Erwachsene in der Turnhalle begeistert werden.
Am 15. Juni findet dann der offizielle Festakt statt, dem voran wir einen festlichen Gottesdienst gestalten.
Unser Festwochenende beginnt dann am Freitag, den 12. Juli mit der Dschungel-Party und der Band „Medicine Jar“. Am Samstag finden Konzertwertungsspiele statt, am frühen Abend gibt die Bürgermusik Bezau ein Platzkonzert, es folgen die „Sternstunden der Volksmusik“ mit Francine Jordi, den Jungen Zillertalern, Angela Wiedl und Bettina & Patricia. Auch am Sonntag finden noch Konzertwertungsspiele und Marschmusikbewertungen statt, während auf der Bühne im großen Festzelt die Egerländerbesetzung des Heeresmusikkorps 10 der Bundeswehr zum Frühschoppen aufspielt. Um 13.00 Uhr erklingt dann ein beeindruckender Gemeinschaftschor der Musikvereine auf dem Rathausplatz, bevor der große Festumzug mit 76 teilnehmenden Musikvereinen und Gruppierungen durch die Straßen von Westhausen zieht. Am Abend findet ein gelungener Abend der Vereine mit dem MV Waldhausen statt. Das Jubiläumswochenende schließen wir am Montag mit dem Kinderfest ab. Abends unterhält unsere Patenkapelle, der Musikverein Hüttlingen, im Festzelt und zelebriert auf dem nahe gelegenen Sportplatz den „Großen Zapfenstreich“ mit stimmungsvollen Fackeln.
Unser Jubiläumsjahr runden wir im Oktober mit „Musizieren in kleinen Gruppen“ und einem Kirchenkonzert im November ab.
2003
Nach einem sehr arbeitsreichen, aber gelungenen Jubiläumsjahr verabschieden wir im Mai unseren langjährigen Dirigenten Alfred Sutter, der seit 1993 die musikalische Leitung inne hatte, beim Muttertagskonzert, Doch schon bald war eine Nachfolge in der Person von Herrn Reinhard Langer gefunden. Den gebürtigen “Betzinger“ (bei Reutlingen) hatte es beruflich nach Schwäbisch Gmünd verschlagen, und er konnte sich bereits beim Sommerfest vom 27.-29. Juni der Westhausener Bevölkerung offiziell vorstellen. Im Oktober veranstaltet der Musikverein erstmals ein Herbstfest in der Turnhalle, bei dem abermals die Egerländerbesetzung des Heeresmusikkorps 10 aufspielt.
2004
Im April bestreiten wir ein Frühjahrskonzert, gestaltet als Doppelkonzert mit dem Musik- und Fanfarenzug aus dem Westhausener Teilort Lippach – unser erstes Konzert unter der Stabführung von Dirigent Reinhard Langer. Am 10./11. Juli reisen wir nach Österreich, um als einzige Kapelle aus Deutschland beim Bregenzerwälder Bezirksmusikfest in Bezau dabei zu sein. Wir bestreiten am Samstagnachmittag einen Auftritt mit Unterhaltungsmusik auf der Bühne im riesigen Festzelt und führen am Sonntag nach dem Gottesdienst den Umzug von der Kirche ins Zelt.

2005
Gleich zu Anfang der Saison wirken wir mit bei der Blasmusikparade in Jagstzell. Wir bestreiten in der Folge lange Auftritte in großen Festzelten: Frühlingsfest in Aalen, Frühlingsfest in Ansbach, Jubiläum der Gartenfreunde in Westhausen, Mooswiesenfest in Feuchtwangen.
Am 26. November findet unser Herbstkonzert unter dem Motto „Great Britain“ statt. Unter der Mitwirkung der Kochen-Clan Pipe Band und der Rechberg Scottish Dancers bieten wir den Besuchern in der vollbesetzten Turnhalle beste Unterhaltung für Ohr und Auge.

2006
Wir unterhalten u.a. bei den Muffigeltagen in Hüttlingen und beteiligen uns beim Festumzug anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Musikvereins Röttingen, sowie am Umzug des Musikvereins Fachsenfeld, der in diesem Jahr das Kreismusikfest ausrichtet. Anfang August spielen wir zum ersten Mal beim Scheunenfest in Schechingen. Musikalischer Höhepunkt des Jahres 2006 ist unser Kirchenkonzert am 19. November. Besonders Ausnahmekomponist Wolfgang Amadeus Mozart und Dimitri Schostakowitsch werden musikalisch bedacht. Vor allem begeistern tolle Solisten-Leistungen und das Gesangstalent von Paul Kucher die Zuhörer in der St.-Mauritius-Pfarrkirche.

2007
Am 12./13. Mai findet die Kapfenburgmesse in Westhausen statt, die wir am Sonntagnachmittag musikalisch umrahmen. Bei diesem Auftritt kommen erstmals unsere neu gestalteten Notenpultbanner zum Einsatz. Beim Mooswiesenfest in Feuchtwangen spielen wir vor einem begeisterungsfähigen Publikum auf. Unser traditionelles Herbstkonzert gestalten wir zusammen mit dem Musikverein Mutlangen unter dem Motto „Vorhang auf - Bühne frei“. Dieses Konzertprogramm präsentieren wir auch nochmals am 29. Dezember beim Doppelkonzert in Röttingen.


2008
Die Renovierung des Erdgeschosses in unserem Vereinsheim beginnt, und wir müssen für die Probenarbeit ins Feuerwehrhaus ausweichen. Ab September heißt es bei den Musikern „Schaffa, schaffa, Häusle baua…“. Unser traditionelles Kirchenkonzert verschieben wir aus terminlichen Gründen auf Januar 2009.
2009
Die Renovierungsarbeiten in unserem Probenraum können im Januar abgeschlossen werden.
Wir bestreiten ein Kirchenkonzert, bei dem Rudolf Mattes mit der Bassklarinette und Ludwig Schwarz am Altsaxophon als Solisten glänzen.
In der Jahreshauptversammlung am 23. Januar 2009 wird Michael Wanner als neuer 2. Vorsitzender des Musikvereins gewählt. Er tritt die Nachfolge von Jürgen Koch an. Im Juli geht es auf eine Konzertreise nach Herforst bei Bitburg in die Eifel. Zum traditionellen Herbstkonzert haben wir als Gastkapelle den Musikverein Nenningen eingeladen, auch trägt erstmals seit vielen Jahren die Jugendkapelle zum Beginn des Konzertabends einige Stücke vor.


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